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28.09.2011

Was ist Geocaching?


Geocaching ist eine Freizeitbeschäftigung, die im Jahre 2000 in den USA erfunden wurde und seitdem eine rasante Ausbreitung rund um die Welt erfährt. Mittlerweise gibt es über 1,5 Millionen Caches und über 4 Millionen Menschen, die dieses Hobby ausüben. Das ganze basiert auf den global verfügbaren GPS-Daten, mit denen z.B. auch Autonavigationssysteme funktionieren. Der Grundgedanke ist, daß eine Person irgendwo einen Behälter (cache=engl. Behälter) versteckt und die GPS-Positionsdaten über eine Internetplattform mit einer Beschreibung des Behälters veröffentlicht. Oft sind die Daten nicht einfach angegeben sondern müssen erst vorab oder unterwegs durch das Lösen von Rätseln oder Aufgaben ermittelt werden. Andere Cacher suchen dann irgendwann mittel eines GPS-Gerätes oder heute z.B. mit den I-Phone diesen Cache auf, verewigen sich in dem enthaltenen Logbuch und melden Ihren Fund dann auch bei der entsprechenden Internetplattform. Dabei verwenden die Cacher sogenannte Nicknamen, d.h. Pseudonyme unter denen man sich bei den Internetplattformen anmeldet. Dazu müssen keine persönlichen Daten preisgegeben werden, man benötigt lediglich eine emailadresse.

Es bleibt anzufügen, daß die Geocaching-Bewegung keine klaren Strukturen (wie z.B. ein Verein) hat, sondern eine lose Internetgemeinschaft ist, bei der jeder kostenlos mitmachen kann. Obwohl die Betreiber der Cache-Plattformen im Sinne des Grundgedankens eindeutig einfordern, daß die Natur pfleglich behandelt und jegliche Schutzbestimmungen eingehalten werden sollen (http://www.geocaching.de/index.php?id=15) fällt eine „Überwachung“ naturgemäß schwer. Die führende Plattform weltweit ist übrigens www.geocaching.com. Viele deutschsprachige Infos findet man z.B. bei www.geocaching.de  , dort sind auch Karten verlinkt, wo man kostenlos nachsehen kann wo welche Caches liegen.

Wer übt Geocaching aus?

Es sind weltweit mittlerweile Millionen Menschen aller Alters- und Gesellschaftsschichten. Einige Vereine, Schulen oder Umweltorganisationen und auch viele Eltern nutzen mittlerweile Geocaching um Kinder und Jugendliche vom Fernseher oder Computer wieder nach draußen zu locken und Begeisterung für die Natur zu wecken.

Wie sind wir Jäger betroffen?

Ich schätze grob, daß im Gebiet der JS Göttingen etwa 1000 Caches versteckt sind (Tendenz steigend). Davon dürften die weitaus meisten im Stadtgebiet, in den Ortschaften oder relativ dicht an den öffentlichen Straßen versteckt sein. Von den anderen sind wiederum die meisten in einer Entfernung von maximal 20 Metern an den üblichen Rad- und Feld- bzw. Waldwegen zu finden. Dennoch gibt es auch Caches, die weiter im Bestand also abseits der Hauptwege liegen. Besonders fragwürdig ist für uns, daß ein Teil der Caches auch für die nächtliche Suche ausgelegt sind und dementsprechend auch nachts gesucht werden. Außerdem scheint es vorzukommen, daß einzelne Cacher gesperrte Wege befahren und sich in anderer Weise wenig naturverträglich verhalten.

Wieviele Besucher hat ein Cache?

Das ist ganz unterschiedlich. Bei neuen Caches ist in der Anfangszeit häufig an den ersten Wochenenden etwas Betrieb, der aber im Laufe der Zeit nachläßt. Später werden viele Caches manchmal Wochen- oder Monatelang gar nicht gesucht. Generell werden Caches weniger gesucht umso weiter Sie vom nächsten Parkplatz entfernt sind. Die Daten und Anzahlen der Besuche eines Caches kann man im Internet nachlesen, wenn man den entsprechenden kostenfreien Zugang zum Portal hat.

Wie kann ich mich verhalten, wenn Cacher oder ein Cache mich stören?

Der einzig zielführende Weg dürfte das gemeinsame Gespräch sein. Wir sollten die Gelegenheit nutzen, uns und unsere Anliegen und Bedenken vorzustellen um ein Verständnis zu wecken. Letztendlich werden wir kaum einmal in der rechtlichen Situation sein, einen Cache zu verbieten. Jeder Cache sollte gekennzeichnet sein bzw einen Zettel enthalten, auf dem steht, worum es sich handelt und wie man ggf. mit dem Eigentümer in Kontakt treten kann. Jeder Cache hat einen Eigentümer, der ihn versteckt hat und sich um Ihn kümmert, Wem der Aufwand, den Eigentümer zu ermitteln und in Kontakt zu treten zu groß ist kann sich sicher auch an die Geschäftsstelle der JS Göttingen wenden, die die Information z.B. an mich weiterleitet. Wird der Cache einfach entfernt hat das in der Regel zur Folge, daß der nächste „Nicht-„Finder den Eigentümer informiert, der den Cache dann ersetzen wird. Daraus könnte sich ein Hase- und Igel Spiel entwickeln mit dem niemanden gedient ist.

 

Heiko Schneemann

 


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